Das KI-Vokabular · 08 Regeln & Verantwortung
Was ist Transparenz?
Offen damit umgehen, dass KI beteiligt ist, was sie tut und wo ihre Grenzen liegen.
Transparenz bei KI hat mehrere Ebenen. Gegenüber Nutzern: Menschen sollen wissen, wann sie mit einem Chatbot statt mit einem Menschen sprechen und wann Inhalte von KI erzeugt oder manipuliert wurden, besonders bei realistischen Bildern, Audios oder Videos. Gegenüber Betroffenen: Menschen sollen nachvollziehen können, wie eine KI-gestützte Entscheidung über sie zustande kam. Und gegenüber dir als Käuferin: Anbieter sollen erklären, was ein System tut, auf welchen Daten es aufbaut und wo es versagt.
Die KI-Verordnung macht Teile davon zur Pflicht, etwa die Offenlegung von KI-Interaktionen und die Kennzeichnung von Deepfakes, mit strengeren Dokumentationspflichten für Hochrisiko-KI.
Warum es für dich wichtig ist
Vertrauen ist zerbrechlich. Kunden, die später herausfinden, dass sie mit einem Bot gesprochen haben oder dass ein Text oder Bild ohne Hinweis von KI stammt, fühlen sich getäuscht. Offenheit kostet wenig.
Own it
Mach Transparenz zur Gewohnheit: Sag, wo du KI nutzt, was ein Mensch prüft und wie man einen Menschen erreicht. Das ist ein Wettbewerbsvorteil, nicht nur eine Compliance-Aufgabe.
Woher es kommt
Transparenz war eine der sieben Anforderungen in den Ethik-Leitlinien für vertrauenswürdige KI der EU von 2019 und umfasste Rückverfolgbarkeit, Erklärbarkeit und offene Kommunikation über KI. Die KI-Verordnung machte Teile davon zum Gesetz, etwa mit den Pflichten aus Artikel 50, Menschen zu sagen, wann sie mit einem KI-System interagieren, und bestimmte generierte Inhalte zu kennzeichnen.
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